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Diese Patienteninformation zum Mondbeintod soll nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt ersetzen.
Sie dient
nach gestellter Diagnose zu Ihrer vertiefenden Information !

Was versteht man unter der Krankheit "Mondbeintod" ?

Der Mondbeintod ist ein meist teilweises - manchmal auch vollständiges - Absterben (Nekrose) des Mondbeines.

Die Krankheit wird auch Lunatumnekrose oder Lunatummalazie genannt.
Ebenso gebräuchlich ist der Name
"Morbus Kienboeck".
(Kienboeck war ein Wiener Röntgenarzt. Er beschrieb die Erkrankung erstmalig 1910)

Welche Bedeutung hat das Mondbein ?

Das Mondbein ist einer von 8 Knochen in der Handwurzel : (siehe normales Röntgenbild)

M = Mondbein   K = Kahnbein

Das Mondbein ist ein im Handgelenk wichtiger stabilisierender Knochen. Es liegt sowohl der Speiche als auch der Elle auf.

Im Falle eines Mondbeintodes vermag das Mondbein, die von der Hand auf den Unterarm wirkenden Kräfte nicht mehr richtig zu übertragen.

Welche Symptome verursacht die Mondbeinnekrose ? Am Anfang meistens Schmerzen im Handgelenk, die unter Belastung auftreten. Später bestehen auch Schmerzen in Ruhe. Die Kraft und auch die Beweglichkeit lässt in den späteren Stadien der Krankheit nach.

Wird auf das streckseitige Handgelenk Druck ausgeübt, so treten meist genau unter dem Mondbein Schmerzen auf.

Im Stadium IV der Mondbeinnekrose schwillt das Handgelenk stark an und schmerzt auch oft in Ruhe oder nach geringer Belastung.

Welche Ursache hat der Mondbeintod ? Obwohl mehr als 90 Jahre seit der Erstbeschreibung durch Kienboeck vergangen sind, ist die Ursache der Erkrankung im wesentlichen unbekannt.

Diskutiert werden antomische Veränderungen wie die Verkürzung der Elle sowie veränderte Durchblutung im Mondbein. Möglich ist auch ein Zusammenhang zwischen langjähriger Arbeit an Pressluftwerkzeugen.

Kann ein Unfall zu einer Lunatummalazie  führen ? Wie bereits oben erwähnt, ist die letzte Ursache der Lunatummalazie unbekannt. Ein Zusammenhang mit einem Unfall ist bei der Entstehung der Lunatummalazie eher unwahrscheinlich. Viele Handchirurgen beobachteten Unfallopfer, die schwere Verletzungen im Bereich des Mondbeins oder in unmittelbarer Nähe des Mondbeins durchgemacht haben. In keinem dieser Fälle entwickelte sich das typische Bild eines Mondbeintodes.
Wer ist von dieser Erkrankung betroffen ? Die meisten betroffenen Patienten sind im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Männer leiden an einer Lunatummalazie etwa doppelt so häufig wie Frauen.
Im Zusammenhang mit der Lunatummalazie hört man öfter das Wort "Ulna-Variante". Was versteht man hierunter ? Die Hand ist über die acht Handwurzelknochen mit dem Unterarm verbunden.

Der Unterarm enthält zwei Knochen: dies sind Speiche und Elle.  

Unter Ulna-Variante versteht man das Längenverhältnis zwischen Speiche und Elle. (Elle = Ulna)

So bedeutet eine 0-Variante der Elle, dass Elle und Speiche etwa gleich lang sind. (siehe Röntgenbild oben)

Eine Ulna-Minusvariante bedeutet, dass die Elle gegenüber der Speiche verkürzt ist.

Eine Ulna-Plusvariante bedeutet, dass die Elle gegenüber der Speiche länger ist.

Welche Bedeutung hat die Ulna-Variante ? Viele Untersucher haben bei ihren Patienten festgestellt, dass beim Vorliegen einer Lunatummalazie das Vorkommen einer Ellen-Minusvariante deutlich häufiger ist als in der Normalbevölkerung. Laborstudien bestätigen, dass eine verkürzte Elle bei bestimmten Handgelenkspositionen zu einer vermehrten Belastung des Mondbeines führt.

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