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Nach einer
Verletzung oder Operation an der Hand ist es oft notwendig, die Hand für
eine unterschiedlich lange Zeit ruhigzustellen.
Bitte bewegen
Sie in der Phase der Ruhigstellung alle nicht ruhiggestellten Gelenke. Tun
Sie dies bitte konsequent aber ohne Anstrengung und ohne Provokation von
Schmerzen.

Die Bewegung der nicht ruhiggestellten Gelenke an der Hand ist
außerordentlich wichtig, bei zu langer – falsch verstandener Schonung –
neigen gerade Fingergelenke zu Einsteifungen.
Sind die
Verbände oder Gipsschienen entfernt, sollten Sie sehr konsequent – in
Absprache mit dem nachbehandelnden Arzt – die ehemals ruhiggestellten
Gelenke wieder bewegen, Sie dürfen hierbei in der Regel auch vorsichtig die
andere Hand gefühlvoll mit einsetzen. Respektieren Sie jedoch bei allen
Bewegungen die Schmerzgrenze.
Eine sehr alte Regel lautet:
Man bewege bis an den Schmerz, nicht in den Schmerz.
Die Vermeidung
der Schmerzprovokation ist auch wichtig, wenn Sie in einer
physiotherapeutischen oder ergotherapeutischen Praxis nachbehandelt werden:
Jede Bewegungstherapie, jede Krankengymnastik an der Hand, die zu stärkeren
Beschwerden führt, ist falsch! Durch eine solche Schmerz provozierende
Physiotherapie wird das genaue Gegenteil des Gewünschten erreicht.
Mehrere Tage
nach Entfernung der Fäden sind die meisten Wunden gut verschlossen und Sie
können Ihre Hände auch wieder ganz normal waschen. Zu diesem Zeitpunkt ist
es oft sehr sinnvoll, über eine Periode von mehreren Wochen die operierte
Hand in einem Handbad eigentätig zu bewegen. Als Handbad eignet sich hier
angenehm warmes Wasser, als Zusatz können Sie Kamillen-Lotion oder auch eine
milde Seife verwenden. Halten Sie in entspannter Haltung die Hand in das
warme Wasser und führen Sie drei bis fünf mal täglich für je 5 Minuten
Beuge- und Streckbewegungen mit den Fingern und Bewegungen mit dem
Handgelenk aus.

Wenn Sie
möchten, können Sie nach einer gewissen Übung auch beginnen, einen weichen
Schwamm oder einen Softball auszudrücken. Ungeeignet sind hier relativ harte
Bälle wie z.B. ein Tennisball.

In dem Handbad sollen Sie die Bewegungen
wiedergewinnen, nicht die Kraft trainieren. Dies kann die Hand gerade kurz
nach einer Verletzung oder Operation völlig überfordern.
Bei allen
Bewegungsübungen gilt: Provozieren Sie niemals Schmerzen.
Mit geduldiger, lang dauernder
und häufig wiederholter Bewegungsübung in kleinen Einheiten erreichen Sie
mehr als durch falschen Ehrgeiz.
Zur Schmerzminderung kann – für
eine gewisse Zeit nach Gipsruhigstellung – auch eine Handgelenksstütze
empfohlen werden.

Die Handgelenksstütze ist besonders nach
Speichenbruch und
Kahnbeinbrüchen sinnvoll. Die Handgelenksstütze soll dann nicht
ständig getragen werden, sondern unter (nicht vermeidbarer) Belastung. |