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Nebenstehende Abb. zeigt eine weitere typische Bruchversorgung  (Osteosynthese) mit Stift (Kirschner-Draht) und Schlaufe

Welche Betäubung wird zur Operation benötigt ?

 

Wir führen den Eingriff meist in einer Betäubung durch, bei der nur der Arm betäubt wird. Hierzu wird vom Narkosearzt eine Injektion in die Achselhöhle vorgenommen. Nach 30 Minuten – manchmal jedoch auch länger – ist dann der ganze Arm betäubt.

Dieses Betäubungsverfahren ist risikoärmer als eine Vollnarkose. Patienten schätzen besonders, dass unmittelbar nach der Operation gegessen und getrunken werden kann. Aus ärztlicher Sicht ist besonders hervorzuheben, dass diese Form der Betäubung noch mehrere Stunden nach der Op. anhält. Hierdurch lässt sich die erste Zeit nach dem Eingriff problemlos ohne weitere Schmerzmittel überbrücken.

Auf Wunsch kann bei dieser Betäubung ein leichtes Schlafmittel gespritzt werden, so dass der Patient den Eingriff verschläft – ohne hierzu in Narkose zu sein!

 

Welche Risiken hat die Operation ?

 

Diese Frage kann nur individuell umfassend beantwortet werden.

Einige allgemeine Aspekte seien hier jedoch angefügt:

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Das wohl wichtigste – wenn auch seltene Risiko – ist das der Knocheninfektion. Dies zwingt oft zu vorzeitiger Metallentfernung und gelegentlich auch zu weiteren Nachoperationen. Generell wird beim Infekt das Ergebnis der Operation schlechter. Darüber hinaus sind Verletzungen von Sehnen, Nerven und Gefäßen möglich. Aber auch diese Komplikationen sind sicherlich  selten, wenn der Eingriff durch einen erfahrenen Operateur geleitet wird.

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Weitere Risiken bestehen darin, das ein Bruch überhaupt nicht oder in falscher Stellung zusammenwächst.

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Selten ist auch eine Störung der Feindurchblutung der Hand. Hierdurch können einmal schwerwiegende Bewegungsstörungen, Schmerzen und Schwellungen der Hand zustande kommen. Die Ursache dieser Sudeck'schen Krankheit ( auch Algodystrophy oder Reflexdystrophie genannt ) ist unbekannt.

Kann die Hand nach der Operation steif bleiben ?

 

 

Jeder Knochenbruch – und insbesondere die komplizierteren Brüche – haben das Risiko, dass die Hand nach Ausheilung des Bruches steif oder zumindest in ihrer Funktion deutlich eingeschränkt bleibt.

Das Ziel des operativen Eingriffs ist es, dieses Risiko deutlich zu mindern. Allerdings ist nicht in jedem Einzelfall durch eine Operation zu verhindern, dass die Hand eine wesentliche Funktionsstörung zurückbehält.

Was ist bei der Nachbehandlung zu beachten ?

Führen Sie bitte sehr konsequent die Übungsbehandlung durch.

Dies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine spätere gute Funktion. Bewegen Sie zwar alle nicht ruhiggestellten Gelenke der Hand. Bitte, belasten Sie jedoch die Hand nicht zu früh.

Hier ist eine enge Abstimmung mit dem operierenden Arzt erforderlich. Eine allgemein gültige Regel wie lange ein Bruch ruhig gestellt und wann eine Belastung wieder möglich ist , gibt es nicht.

 

Was muss gemacht werden,  wenn ein Bruch nicht zusammenwächst ?

Eine Fraktur, die nicht zusammenwächst (Pseudarthrose) kann durch eine erneute Operation mit guter Aussicht auf Erfolg behandelt werden.

Bei einer solchen Nachoperation wird neben einer neuen Fixierung des alten Bruches oft auch Knochen vom Becken in die alte Bruchstelle verpflanzt.

 

Was muss gemacht werden,  wenn ein Bruch in falscher Stellung zusammenwächst ?

Ist der Stellungsfehler einer solchen falschen Frakturheilung gravierend - z.B. wenn ein Finger beim Faustschluss den anderen überkreuzt - so ist eine erneute Operation notwendig.

Im Prinzip wird bei dem Zweiteingriff durch den Handchirurgen dann ein neuer Bruch geschaffen, der dann in korrekter Stellung fixiert wird. Zur Fixierung können hierbei Platten, Schrauben, Drähte oder auch ein äußerer Spanner verwendet werden.

Weitere Hinweise zur Nachsorge nach Handoperationen

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