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Auf welche Weise wird die Diagnose eines Bandrisses am Daumengrundgelenk gestellt ?

Der erfahrene Handchirurg vermag im typischen Fall eines ulnaren Seitenbandrisses bereits durch Betasten des Grundgelenkes das abgerissene und umgeschlagene Band zu tasten. 

Unter leichter Beugung wird dann der Daumen in alle Richtung aufgeklappt. Tritt hier - wie unten im Bild - eine abnorme Beweglichkeit auf, so ist die Diagnose schon wahrscheinlich. Der unverletzte Daumen wird zum Vergleich mit untersucht.

Dieses Bild zeigt eine erheblich vermehrte Aufklappbarkeit des Daumengrundgelenkes

Ist die Untersuchung des Aufklappens schmerzhaft ? Dies ist häufig so. Manchmal ist es daher notwendig die Untersuchung in örtlicher Betäubung vorzunehmen, um ein starkes Gegenspannen zu verhindern.
Ist eine Röntgen-untersuchung erforderlich ? Ja ! Sie ist unbedingt notwendig. Die Seitenbänder können zwar auf der Röntgenaufnahme nicht dargestellt werden; dennoch ist die Röntgenaufnahme notwendig um eine Knochenverletzung (z. B. einen knöchernen Bandausriss) zu erkennen.

Die mit  X  markierte Stelle zeigt einen knöchernen Bandausriss 

Warum wird zusätzlich beim Röntgen der verletzte Daumen aufgeklappt ? Dies ist eine Methode zur Sicherung und Dokumentation der Verletzung. Im Seitenvergleich kann hierbei in Zweifelsfällen sehr gut das unterschiedlich weite Aufklappen des Grundgelenkes dargestellt werden.
Sind zur Diagnosestellung noch andere Untersuchungen notwendig ? In den letzten Jahren hat die Untersuchung mit Ultraschall die diagnostischen Möglichkeiten wesentlich bereichert. 

Mit modernen hochauflösenden Ultraschallgeräten lässt sich das gerissene Seitenband direkt darstellen.  Die unangenehmen - manchmal nur in Betäubung möglichen Untersuchungen - mit Aufklappen des Daumens werden hiermit dem Patienten erspart.

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