
| Wie wird die de Quervain’sche Erkrankung behandelt ? | In den Frühstadien der Erkrankung (ersten
Wochen) wird die Erkrankung konservativ behandelt. Hier können sowohl Salben
als auch Medikamente in der sehr frühen Phase sinnvoll sein. Helfen diese
Maßnahmen nicht, so kann als nächste Stufe eine Schienenbehandlung oder eine
Behandlung mit Salbenverbänden, Bestrahlungen oder Injektionen vorgenommen
werden. Führt dies nach etwa acht bis zehn Wochen nicht zum durchgreifenden Erfolg, so empfehlen wir eine operative Behandlung. Eine Operation ist sicherlich auch in früheren Stadien sinnvoll, wenn die Beschwerden sehr heftig sind und eine sehr starke Verdickung des ersten Streckerfachs vorliegt. Besonders schlecht auf jedwede konservative Therapie reagieren Patienten, die im Bereich des 1. Streckerfachs drei Strecksehnen haben. |
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Was
geschieht bei der Operation ? |
Über dem verdickten 1. Streckerfach (der
ringartige Kanal) wird ein zickzackförmiger Schnitt angelegt. In der Tiefe
wird dann der Kanal freigelegt und gespalten. Entzündungsgewebe um die
Sehnen (entzündete Sehnenscheiden) werden oft zusätzlich mit entfernt.
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Welche
Risiken hat die Operation ? |
Risiken einer Operation können nur individuell umfassend besprochen werden. In der Mehrzahl der Fälle ist der Eingriff wenig belastend und führt zu einer baldigen Besserung der Beschwerden. Dennoch gilt: Keine Operation ohne Komplikationsmöglichkeit! Gerade im Bereich der hier notwendigen Operationsstelle gibt es eine Gefahr. Hier verläuft ein Hautnerv, der das Gefühl an der Streckseite des Daumens und am streckseitigen Zeigefinger vermittelt. Wird dieser Nerv oder Teile dieses Nerven verletzt, so kann es zu sehr unangenehmen Missempfindungen im Ausbreitungsgebiet dieses Nerven kommen und zusätzlich auch zu elektrisierenden Missempfindungen im Bereich der Verletzungsstelle. Wird der Eingriff in einer handchirurgischen Spezialabteilung vorgenommen so ist dieses Risiko jedoch sehr gering, da der Eingriff unter Absperren des Blutflusses und unter Vergrößerungsbedingungen durchgeführt wird und diese Nervenbahn in der Regel bei der Operation gut erkannt werden kann. Andere Risiken wie Entzündungen oder Störungen der Wundheilung sind selten, aber nie auszuschließen. In Hinblick auf individuelle Risiken möchte ich Sie ausdrücklich ermuntern mit Ihrem behandelnden Arzt zu reden. |
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| Ist die Operation immer erfolgreich ? | Die Operation ist zwar sehr zuverlässig,
aber keine operative Behandlung kann eine hundertprozentige Erfolgchance
gewährleisten. Ursache für verbleibende Beschwerden können stärkere Verwachsungen im Operationsgebiet sein, aber auch eine andere Erkrankung, die Schmerzen in der gleichen Region verursacht. Der ganz überwiegende Teil aller operativ behandelten Patienten ist jedoch nach rund einem halben Jahr mit dem Operationsresultat sehr zufrieden. |
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| Welche Betäubung ist für die Operation erforderlich ? | Wir führen diesen Eingriff in aller Regel
in so genannter Plexusanästhesie durch. Bitte
fragen Sie hier im Hinblick auf die Einzelheiten Ihren behandelnden
Narkosearzt, der Sie vor dem Eingriff sehen wird. Das Prinzip dieser Betäubung besteht darin, dass eine Injektion im Bereich der Axelhöhle vorgenommen wird. Hier verläuft in der Tiefe ein Nervengeflecht. Das injizierte Betäubungsmittel führt dazu, dass der Arm binnen einer Zeitspanne von rund 30 bis 45 Minuten taub und lahm wird. Der Eingriff kann dann unter Absperrung des Blutflusses und ohne Schmerzen durchgeführt werden. Die Betäubung hält auch noch viele Stunden über die eigentliche Operation hinaus an. Dies ist besonders angenehm, da in dieser Zeitspanne dann keine Beschwerden bestehen. In den meisten Fällen kann nach durchgeführter Operation auch wieder gegessen und getrunken werden. Fragen Sie hier jedoch sicherheitshalber den behandelnden Narkosearzt. |
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Kann die Operation ambulant vorgenommen
werden ? |
Ja. Wir prüfen in jedem Einzelfall, ob
dies möglich und sinnvoll ist. Bei bestimmten Allgemeinerkrankungen (z.B.
Herzerkrankungen oder bei Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten) führen
wir den Eingriff stationär durch. Auch für Patienten, die zu Hause keine ausreichende Betreuung haben, werden stationär behandelt. Hier dauert die stationäre Aufnahme in der Regel drei Tage. Dennoch werden die meisten Patienten ambulant behandelt. Die ambulante Behandlung bedeutet, dass Sie wenige Tage (spätestens einen Tag) vor der Operation noch einmal ins Krankenhaus kommen, sowohl ein Arzt der handchirurgischen Abteilung als auch ein Arzt der Anästhesieabteilung werden Sie hier sehen und Sie haben noch einmal die Gelegenheit alle Fragen zur Operation und Narkose zu stellen. Bitte bringen Sie hier etwas Zeit mit, da in der hiesigen Abteilung vielfach Notfälle ungeplant sofort versorgt werden müssen. Am OP-Tag selbst, müssen Sie in den Vormittagsstunden nüchtern ins Krankenhaus kommen. In der Regel können Sie sich nach abgeklungener Betäubung des Armes nachmittags wieder abholen lassen. |
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| Ist die Narbe lange empfindlich ? | Narben in der Hand sind stets länger empfindlich als Narben an anderen Körperstellen (die Hand hat eine hohe Dichte von Gefühlsnerven). Es ist also durchaus normal, wenn Sie nach 6 oder 8 Wochen die Narben beim täglichen Einsatz der Hand unangenehm spüren. Zu diesem Zeitpunkt ist die Narbe auch immer etwas gerötet und dicker. Bis dies abklingt, vergehen ca. 6 Monate. | ||||
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Was ist in der Nachbehandlung zu beachten
? |
Die operierte Hand sollte
schrittweise über viele Wochen
wieder an die normale alltägliche – für sie gewohnte - Belastung
herangeführt werden. Gehen Sie zu forsch vor, wird die Hand schmerzen und
anschwellen.
Empfehlenswert ist es, die operierte Hand in den ersten Monaten mehrmals täglich mit einer fetthaltigen Creme einzureiben. Zur Verbesserung der Beweglichkeit hat sich ein Bad in lauwarmem Wasser etwa 5 Minuten mehrmals am Tag bewährt. |
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| Was ist wenn auch die Schmerzen nach der Operation nach Monaten nicht nachlassen ? | Dies kann vielfältige Gründe haben:
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