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Rheuma an Sehnen
Operation an Sehnen

Operation der chronischen Polyarthritis
an der Sehne

Was wird bei einem solchen Eingriff gemacht?

Ist einmal eine Sehne durch eine rheumatisch bedingte Entzündung der Sehnenscheide gerissen, so kann die gerissene Sehne nicht wieder direkt genäht werden. Hier muss der Betroffene wissen, dass im Schädigungsbereich die Sehne über mehrere Zentimeter aufgefasert und zerstört wird. Die Enden der Sehnen können nicht einfach, wie bei einer Sehnendurchtrennung mit einem Messer, wieder aneinander genäht werden.

Die wuchernde Gelenkschleimhaut (Synovia) hat die Sehne befallen.
In der Pinzette befindet sich das Ende einer rheumatisch geschädigten Sehne

Es ist daher immer notwendig, die Sehne unter Zuhilfenahme einer anderen Sehne wiederherzustellen.

Wie geschieht dies konkret?

Eine andere Sehne kann z.B. vom Unterarm verpflanzt werden. Dort gibt es bei etwa 90% aller Menschen eine Sehne, die keine Funktion mehr hat und die sehr gut als Spendersehne zum Sehnenersatz zu gebrauchen ist. Häufig ist es auch möglich, eine Zeigefingerstrecksehne zum Ersatz für andere Sehnen zu verwenden. Anders als Mittelring und Kleinfinger, die über nur eine Strecksehne verfügen, hat der Zeigefinger zwei Strecksehnen. Eine dieser beiden kann man als Ersatzsehne für andere Finger verwenden.

Kann man solchen Sehnenrissen vorbeugen?

Grundsätzlich sollte die Therapie einer chronischen Polyarthritis in Zusammenarbeit zwischen mehreren Ärzten erfolgen.

Hierbei wird dem Internisten die Behandlung mit Medikamenten obliegen, dem Orthopäden eventuell die operative Behandlung großer Gelenkveränderungen und dem Handchirurgen die Behandlung von Veränderungen an der Hand.

Als Faustformel kann gelten, wenn unter einer guten medikamentösen Therapie Schwellungen, Schmerzen oder Bewegungsstörungen fortbestehen, so sollte auch einmal ein Handchirurg konsultiert werden.

So ist es z.B. möglich, durch eine frühzeitige Entfernung der entzündeten Sehnenscheiden Sehnenrissen vorzubeugen.

Die Strecksehnen der Hand wurden durch Dr. Steffens von Gelenkschleimhaut befreit.
Von der Synovia befreite Strecksehnen

So konnten Studien zeigen, dass nach einer zeitgerecht durchgeführten Entfernung der Synovia an den Sehnenscheiden nur noch in einem von 600 Fällen ein rheumatisch bedingter Sehnenriss auftrat.

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