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Mit welchen Beschwerden beginnt das Karpaltunnelsyndrom ? |
Meist beginnt die Erkrankung mit Einschlafen und "Ameisenlaufen" ("Kribbeln") in der Kuppe des Mittelfingers. Die Beschwerden werden meist durch eine einseitige Haltung des Handgelenkes beim Telefonieren, Radfahren usw. ausgelöst. Wenig später kommt es dann vielfach zu einem Gefühl, dass die ganze Hand angeschwollen sei und zu Schmerzen die in der ganzen Hand und im Unterarm empfunden werden. Diese Schmerzen treten vorzugsweise nachts auf. |
| Wie Verläuft die Erkrankung weiter ? | Die Schmerzen
und Missempfindungen treten zunehmend häufiger nicht nur nachts sondern
auch am Tage auf. Betroffene berichten oft von einer Ungeschicklichkeit
und Schwäche der Hand. Hausfrauen schildern beispielsweise, dass sie
nicht mehr Nähen könnten. Mehr und mehr reduziert sich das Feingefühl
in der Haut am Daumen, Zeige- , Mittel- , und Ringfinger.
In sehr späten Stadien der Erkrankung kommt es zum Verlust der Muskulatur des Daumenballens. Einen völligen Verlust des Hautgefühls in der Hand sieht man heute glücklicherweise nur noch sehr selten. |
| Wie kann das Karpaltunnelsyndrom vermutet werden ? | Zunächst ist
für die Diagnosestellung sehr wichtig, dass der Arzt genau die
Beschwerdeschilderung des Patienten anhört. Fragen nach
Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit") Fehlfunktionen der Schilddrüse oder durchgemachte Brüche im Bereich der Handgelenke sind wichtige Hinweise. |
| Welche weiteren Möglichkeiten der Diagnose gibt es für den Arzt ? | Der Arzt wird
zunächst das Hautgefühl im Bereich der Hand prüfen. Ein einfach
durchzuführender Test wird hier
beschrieben:
Die Hände werden etwa eine Minute im obige Position gehalten (Phalen-Test) Beim Karpaltunnelsyndrom kommt es meist in dieser Zeit zu Missempfindungen und "Einschlafen" der Finger. |
| Wie kann man eine Nerveneinengung im Karpalkanal von einer Nervenstörung im Bereich der Halswirbelsäule unterscheiden? | Eine
Kompression des Nervus medianus im Handbereich kann man heute mit
großer Wahrscheinlichkeit durch eine Messung der
"Nervenströme" beim Nervenarzt feststellen (ENG / EMG)
Hinweis: Eine gleichzeitige Druckschädigung eines Nerven im Hand- Schulter und Halsbereich ist durchaus möglich. |
| Ist eine Röntgenuntersuchung des Handgelenkes für die Diagnosestellung wertvoll ? | Durch eine Röntgenuntersuchung kann zwar das Karpaltunnelsyndrom nicht diagnostiziert werden; dennoch ist diese Untersuchung sinnvoll. Nicht selten findet man gemeinsam mit dem Karpaltunnelsyndrom auch andere Erkrankungen. (z.B. eine Arthrose des Daumensattelgelenkes) |
| Ist eine Kernspinntomografie (MRT) der Hand beim Karpaltunnelsyndrom sinnvoll ? | In den meisten
Fällen ist diese Untersuchung nicht sinnvoll. Nur wenn der Arzt z.
B. einen konkreten Tumorverdacht hat macht eine solch aufwendige
Untersuchung Sinn.
Unten stehendes Bild zeigt die seltene Situation eines Tumors im Karpalkanal |
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nebenstehendes Bild zeigt eine seltene - aber leicht verständliche - Ursache des Karpaltunnelsyndroms Der auf dem Nervus medianus gelegene Tumor übt einen Druck im relativ engen Karpalkanal aus . |
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| Kann das Karpaltunnelsyndrom an beiden Seiten auftreten ? | Ein Betroffensein beider Hände ist leider in der Mehrzahl der Fälle zu beobachten. Das heißt nicht, dass das Karpaltunnel-syndrom gleichzeitig auftreten muss. Oft tritt die Erkrankung in der anderen Hand erst nach Jahren auf. |