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Die Therapie beim Karpaltunnel-Syndrom

Muss ein Karpaltunnel-Syndrom immer operiert werden ?

Nein! In den Frühstadien genügen Vitamin B6 Gaben und eventuell eine speziell angepasste nächtliche Lagerungsschiene.

 

Informieren Sie sich über die Therapie beim Karpaltunnelsyndrom mittels einer Nachtlagerungsschiene.
Details zur Lagerungsschiene

Obiges Bild zeigt ein solches Hilfsmittel. Dieses sollte  keinesfalls ständig, sondern nur nachts getragen werden. 

In letzter Zeit macht eine weiter nicht operative Therapie mit C-Trac von sich reden: Was ist das Besondere an der Therapie mit C-Trac? Die Behandlung mit C-Trac ist ein neuer - zumindest in der Theorie - sehr viel versprechender neuer Weg:   (amerikanische Patent-Nr:  6146347)

C-Trac zur Behandlung des CTS

Durch einen kontrollierten Druck wird das Dach des Karpaltunnels gedehnt. Bei wiederholter Anwendung kommt es zu einer Erweiterung des Karpalkanals.

Einzelheiten zur Behandlung mit C-Trac können Sie nachlesen: CTrac

Was kann ich selbst zur Besserung der Beschwerden beitragen ?

Meiden Sie darüber hinaus übermäßige Anstrengungen der Hände. Vermeiden Sie besonders Tätigkeiten , bei denen die Hände länger im Handgelenk gestreckt oder gebeugt sind. (z. B. auch Fahrradfahren !)

Müssen Sie beruflich viel an einer Tastatur arbeiten, sogen Sie für eine gute Auflage der Arme und einen ergonomisch gestalteten Arbeitsplatz. Gönnen Sie Ihren Händen (und Ihrem Körper) regelmäßige Unterbrechungen.

Ein kurzes Aufstehen vom Arbeitsplatz mit Bewegen der Hände ist sehr hilfreich. Kurze kalte oder lauwarme Wassergüsse, die mit einer Brause von den Händen zum Unterarm geführt werden, entstauen.

Ist die Einnahme von Schmerzmitteln zu empfehlen ? Schmerzmittel helfen bei dieser Erkrankung allenfalls kurzfristig. Sie sind bei sehr starken Beschwerden zur Überbrückung der Zeit bis zur Operation zu erwägen.

Auch abschwellende "Rheumamittel" sollten nur in besonderen Fällen über einen längeren Zeitraum genommen werden.

Ist eine Behandlung mit Injektionen möglich ? Besonders bei starker Anschwellung der Sehnenscheiden im Karpalkanal kann einmal eine Injektion von Cortison in den Karpalkanal zu einer deutlichen Besserung führen.

Oft ist die Besserung jedoch nicht von Dauer. Die Injektion sollte nur von einem erfahren Arzt vorgenommen werden. Es besteht das Risiko das durch die Injektion der Nerv geschädigt wird.

Wann sollte eine Operation durchgeführt werden ?

Kommt es mittelfristig nicht zu einer Besserung, sollte die Operation erwogen werden, um einem nicht mehr gut zu machenden Schaden am Nerv vorzubeugen.

Die Entscheidung ob eine Operation sinnvoll ist, sollte reiflich abgewogen werden. Hier sollten Sie den Rat eines erfahren Nervenarztes oder Handchirurgen einholen.

Was geschieht bei der Operation ? Prinzipiell wird hierbei der Nervenkanal erweitert. Hierbei wird das Dach des Karpalkanals gespalten. Gerade in fortgeschrittenen Fällen ist es notwendig, zusätzlich die verdickte Nervenwand zu "dehnen" und veränderte Sehnenscheiden der Beugesehnen zu entfernen.
Wie wird dies gemacht ? Dies kann erreicht werden durch einen Schnitt zwischen Daumen- und Kleinfingerballen (offene Technik) oder durch Spaltung des Daches mittels eines Endoskops. (endoskopische Technik)

Beispiel für eine offene Technik

Worin besteht der Unterschied zwischen der offenen und der endoskopischen Karpaldachspaltung ? Das Gemeinsame an beiden Verfahren ist, dass der Karpalkanal  am Ende der Operation erweitert ist. Diese Erweiterung wird durch die Spaltung des Daches des Karpalkanals erreicht.

Die Operation beim Karpaltunnelsyndrom: Spaltung des Daches des Karpalkanal.

Stellen Sie sich anschaulich den Karpaltunnel (auch Karpalkanal genannt) wie einen Tunnel vor, der vom Unterarm in die Hand führt. In diesem Tunnel sind neun Beugesehnen und der Nervus medianus. Am Boden und an den beiden seitlichen Rändern wird der Karpalkanal vom Knochen gebildet. Das Dach des Karpalkanals ist ein straffes Band. Dieses Band wird das Dach des Karpalkanals oder das Retinakulum flexorum genannt.

Gemeinsam ist beiden Operationsmethoden, dass dieses Dach durchtrennt wird.

Wie wird das bei der offenen Karpaltunnelsyndrom-Operation erreicht ? Hier führt der behandelnde Arzt einen Hautschnitt aus, der in etwa so lang ist, wie der Karpalkanal. Der Hautschnitt wird genau über dem Karpalkanal angelegt und nach Durchtrennung der Haut wird auch das Fettgewebe durchtrennt. Dann wird unter Sicht das Karpaldach gespalten und der Karpalkanal eröffnet.

Operationswunde am 1. Tag nach der Operation am Karpaltunnelsyndrom.

Wie wird nun die Spaltung des Karpaltunnels bei der endoskopischen operativen Behandlung des Karpaltunnelsyndroms erreicht ? Prinzipiell wird hier ein kleinerer Hautschnitt angelegt. Der Hautschnitt liegt meist im Eingangsgebiet des Karpaltunnels,  unmittelbar am Ende des Unterarms. Von diesem kleinen Hautschnitt aus führt dann der Arzt ein spezielles Instrument an den Karpalkanal ein. Ist das Instrument einmal im Karpalkanal platziert, kann mit einem ausfahrbaren Messer das Karpaldach, quasi von unten, gespalten werden.
Ist diese Vorgehensweise immer gleich ? Nein, es sind bei der endoskopischen Spaltung des Karpaltunnelsyndroms ebenfalls mehrere Methoden beschrieben worden.
Die Methode nach Agee benötigt nur einen Schnitt unmittelbar vor dem Karpalkanal, um das Dach des Karpaltunnels zu spalten.

Die Methode nach Chow benötigt zwei Schnitte um das  Karpaldach zu spalten:
Einen kleinen Schnitt am Eingang des Karpalkanals auch noch einen kleinen Hautschnitt im Ausgang des Karpalkanals.

Schnittführung bei Karpaltunneloperation nach Chow

Worin liegt der Vorteil der endoskopischen Karpaltunnelspaltung ? Bei der offenen Karpaldachspaltung muss ein Hautschnitt in eine recht belastete Zone der Hand angelegt werden. Im Bereich des Fettgewebes verlaufen bei manchen Menschen kleine Hautnerven, deren Durchtrennung oft zu sehr lange andauernden Empfindlichkeiten der Narbe führen. Die endoskopische Karpaldachspaltung vermeidet diese Nachteile.

Die Befürworter der endoskopischen  Spaltung des Karpaltunnels sehen den Vorteil ihrer Methode vor allem darin, dass ein auf diese Weise operierter Patient seine alltäglichen Aktivitäten im Beruf und im Sport wieder schneller aufnehmen kann, als dies bei der offenen Methode möglich ist.

Bei solchen Vorteilen müsste doch die endoskopische Behandlung des Karpaltunnelsyndroms das Standardverfahren sein ? Nein, dies ist nicht so. Die Vorteile der endoskopischen Spaltung werden auch mit einer Reihe von Nachteilen erkauft.

Hier ist bei der endoskopischen Spaltung des Karpaltunnnels sicherlich das Risiko einer Verletzung (oder Teilverletzung) des Nervus medianus weitaus höher als bei einer offenen Spaltung des Karpaldaches. Verletzungen von Gefäßen, Hohlhandbogen oder gar Verletzungen des Ellennerven sind bei der endoskopischen Karpaldachspaltung beobachtet worden.

Wie sind solche schwerwiegenden Komplikationen zu erklären ? In der Tat handelt es sich bei einer Verletzung des Nervus medianus (oder auch einer Teilverletzung) um eine sehr schwerwiegende Komplikation, die auch bei korrekter Behandlung mit mikrochirurgischer Nervennaht nicht wieder so rekonstruierbar ist, dass nicht substanzielle Schäden für den Patienten zurückblieben. Oft verbleibt Lebenslang an der durchtrennten Nervenbahn eine elektrisierende Missempfindung, der so genannte Neuromschmerz.

Verletzter Ellennerv (Nervus ulnaris) am Handgelenk nach endoskopischer Operation

Ursache dieser Komplikationen beim endoskopisch behandelten Karpaltunnelsyndrom ist eine wesentlich stärker eingeschränkte Sicht, als beim offenen Verfahren, wo der Operateur alle Strukturen gut identifizieren kann.

Da einzelne Menschen auch einmal seltene Varianten im Nervenverlauf haben, kann es bei eingeschränkter Sicht auch einem sehr erfahrenen Chirurgen passieren, dass er bei einer anatomischen Variante im Nervenverlauf eine Nervenbahn im Karpalkanal verletzt.
Wie häufig ist eine solche Komplikation ? Diese Frage ist nicht wirklich zu beantworten. Es gibt in der Fachliteratur publizierte Operationsserien, bei denen über mehr als 1000 endoskopisch durchgeführte Karpaltunnel Operationen berichtet wird, die ohne gravierende Komplikationen verlaufen sind.

Andererseits gibt es jedoch auch eine Vielzahl von Einzelfallberichten, die über eine vollständige Durchtrennung des Nervus medianus, über Teildurchtrennungen des Nervus medianus, über Durchtrennung des Ellennervens (Nervus ulnares) sowie auch über unvollständige Spaltungen des Karpaldaches berichten.

Was geschieht bei einer unvollständigen Spaltung des Karpaldaches ? Bei einer unvollständigen Spaltung des Karpaldaches besteht die Druckschädigung des Nerven unverändert fort. Es kann sogar sein, dass aufgrund der operationsbedingten Schwellung der Patient noch mehr Beschwerden hat, als es vor der Operation der Fall war.

Ein solcher Fall ist jedoch – anders als bei einer Nervenverletzung - durch eine Nachoperation in offener Technik recht gut zu behandeln und Langzeitschäden können hier meist vermieden werden.

Welche anderen Komplikationen weist die endoskopische Spaltung des Karpaldaches noch auf ? Die spezifischen Risiken der endoskopischen Behandlung eines Karpaltunnelsyndroms wurden bereits oben aufgezählt. Andere Risiken wie die Infektion oder Wundheilungsstörrungen oder unnatürlich starke Schwellungen und Bewegungseinschränkungen an der Hand sind bei jeder Verletzung oder jeder Operation der Hand möglich. Sie sind nicht spezifisch mit der Methode der endoskopischen Karpaltunneloperation verknüpft.


Oberflächige Infektion nach offener Spaltung

Eine solche Komplikation ist sowohl bei offener wie auch bei endoskopischer Technik sehr selten.

Welche Narkoseformen kommen bei der endoskopischen Spaltung des Karpaltunnelsyndroms in Betracht ? Auch bei der endoskopischen Spaltung des Karpaltunnelsyndroms müssen die handchirurgischen Standards gewahrt bleiben: Dies heißt, es muss eine gute Schmerzausschaltung im Operationsgebiet vorliegen, die ein sauberes Präparieren der für die Handfunktion ganz wesentlichen Strukturen ohne Zeitdruck erlaubt.

Vielfach – nicht immer – wird hier die Plexusanästhesie angewandt.

Wie soll man sich nun als Patient verhalten, wenn man die endoskopische Spaltung eines Karpaltunnelsyndroms erwägt ? Als Patient muss man sich bewusst sein, dass bei dieser Methode einige spezifische Risiken bestehen (Nervenschädigung), die auch ein erfahrener Operateur nicht vollständig ausschließen kann.

Diese Risiken der Verletzungen im Bereich des Nervus medianus sind bei gleicher operativer Erfahrung des Handchirurgen bei einer endoskopischen Spaltung des Karpaltunnelsyndroms höher, als bei einer offenen Dekompression des Karpalkanals.

Die endoskopische Spaltung des Karpaltunnelsyndroms sollte man daher nur in einer solchen Einrichtung durchführen lassen, in der eine ganz umfangreiche Erfahrung in der Anwendung dieser Methode besteht. Es ist völlig legitim, hier den Operateur nach seiner persönlichen Erfahrung in dieser Methode zu fragen.
Was sollte man sonst noch über die endoskopische Spaltung des Karpaltunnelsyndroms wissen ? Die endoskopisch durchgeführte Spaltung des Karpaltunneldaches ist im Hinblick auf den Materialaufwand deutlich teurer, als die offene Spaltung. Der wesentliche Kostenfaktor ist das nur einmal verwendbare Messer, mit dem das Dach des Karpaltunnels gespalten wird.

In wie weit hierdurch zusätzliche Kosten auf den Patienten zukommen, muss in einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt vor der Operation ggf. geklärt werden.

Darüber hinaus sollte man wissen, dass unter den Handchirurgen es kaum ein so kontrovers diskutiertes Behandlungskonzept gibt, wie die endoskopische Spaltung des Karpaldaches. Sie werden als Patient glühende Befürworter dieser Methode finden, die Vorteile wie kleiner Hautschnitt, schnelle Belastbarkeit der Hand und so weiter herausstellen und auch solche Handchirurgen finden – ebenfalls aus guten Gründen –  diese Methode völlig ablehnen.

Diese Handchirurgen fürchten die sicherlich seltene Komplikation einer Nervenverletzung, die jedoch so schwerwiegend ist, dass sie nicht bereit sind, dieses Risiko einzugehen.
Welche Betäubung ist für den Eingriff notwendig ? Wir führen den Eingriff meist in einer Betäubung durch, bei der nur der Arm betäubt wird. Hierzu wird vom Narkosearzt eine Injektion in die Achselhöhle vorgenommen. Nach 30 Minuten - manchmal jedoch auch länger- ist dann der ganze Arm betäubt.

Dieses Betäubungsverfahren ist risikoärmer als eine Vollnarkose. Patienten schätzen besonders ,dass sie unmittelbar nach der Operation essen und trinken können. Aus ärztlicher Sicht ist besonders hervorzuheben, dass diese Form der Betäubung noch mehrere Stunden nach der Operation anhält. Hierdurch lässt sich die erste Zeit nach dem Eingriff problemlos ohne weitere Schmerzmittel überbrücken.

Auf Wunsch kann bei dieser Betäubung ein leichtes Schlafmittel gespritzt werden , so dass der Patient den Eingriff verschläft - ohne hierzu in Narkose zu sein!  

Kann die Operation ambulant vorgenommen werden ? Ja. Wir prüfen in jedem Einzelfall ob dies möglich und sinnvoll ist. Liegen bestimmte Allgemeinerkrankungen vor, sind spezielle Probleme an der Hand zu erwarten oder hat der Patient zu Hause keine ausreichende Betreuung sollte der Eingriff stationär erfolgen. Meist genügen hierfür etwa 3 - 5 Tage.

Die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie empfiehlt in ihren Leitlinien zum Karpaltunnelsyndrom außerdem die stationäre Behandlung:

Bei vollständiger Synovialektomie, (Entfernung der Sehnenscheiden)

Rezidivoperationen oder

bei Auftreten von Komplikationen.

Welche Risiken hat die Operation ?

Keine Operation ohne Risiko.

Allerdings sei vorausgeschickt, dass die überwiegende Zahl der von erfahrenen Handchirurgen am Karpaltunnelsyndrom operierten Patienten den Eingriff ohne Komplikationen übersteht und dass sich auch der gewünschte Erfolg einstellt.

Ausnahme: Bei sehr weit fortgeschrittenen Fällen kommt es "nur" zu einem Stopp der fortschreitenden Nervenschädigung. Eine Normalisierung des Hautgefühls kann sich nicht mehr einstellen.

Die unten stehende Aufzählung der Risiken kann auch nur ein Überblick sein, da individuelle Risiken hier nicht berücksichtigt werden können.

bulletSo kann es in Ausnahmefällen zu Störungen der Wundheilung oder zu einer schlechteren Bewegung in der ganzen Hand kommen.
bullet Manche Menschen haben einen kleinen Hautnerv, der genau senkrecht zur Schnittrichtung verläuft. Dieser Hautnerv kann verletzt werden. Es entsteht dann eine fast punktförmig "elektrisierende" Druckstelle in der Narbe.
bullet Theoretisch sind auch Verletzungen des Nervus medianus möglich. Eine solche Verletzung ist eine schwerwiegende Sache. Bei einem erfahrenen Handchirurgen sollte diese Komplikation jedoch äußerst selten sein !
bullet Bei einer "offenen Karpaldachspaltung" habe ich persönlich diese Komplikation weder bei meinen eigenen Patienten, noch bei Patienten die von einem anderen erfahrenen Handchirurgen operiert wurden, niemals gesehen ! (Anders bei endoskopischer Technik)
bullet Sehr selten ist auch eine Störung der Feindurchblutung der Hand. Hierdurch können einmal schwerwiegende Bewegungsstörungen, Schmerzen und Schwellungen der Hand zustande kommen. Die Ursache dieser Sudeck'schen Krankheit ( auch Algodystrophy oder Reflexdystrophie genannt ) ist unbekannt.

Bedenken Sie bitte: Narben an der Hand sind lange (circa 6 Monate) sehr empfindlich.

Kann die Erkrankung erneut auftreten ? Die Möglichkeit, dass die Kompression des Nerven erneut auftritt, besteht auch bei richtiger Operationstechnik. Die erneute Kompression kann z.B. entstehen , wenn es nach der Operation zu einer überschießenden Vernarbung kommt. Der Arzt spricht von einem Rezidiv-Karpaltunnelsyndrom.

Manchmal ist eine Nachoperation wegen eines "Rezidives" auch notwendig, wenn noch Reste des Karpaldaches intakt sind und die Kompression fortbesteht.

Andere Ursachen für ein "Rezidiv" sind:

Starke Wucherungen der Sehnenscheiden z.B. bei Rheuma- oder Dialysepatienten (künstliche Niere)

oder das Wachsen eines Tumors im Karpalkanal.

Ist mit einer völligen Rückbildung der Symptome nach der Operation zu rechnen ? In der großen Mehrzahl der Fälle bessern sich die Symptome der Erkrankung erheblich. Dies gilt ganz besonders für den oft so quälenden Nachtschmerz.

Hat jedoch der Druck auf den Nerven sehr lange bestanden oder war er besonders stark ausgebildet, so erholt sich oft das geminderte Hautgefühl nicht mehr richtig. Dies gilt ganz besonders auch bei zuckerkranken Patienten.

Dies ist auch ein Grund, warum die Operation nicht zu spät durchgeführt werden sollte !

Kann bei einem beidseitigen Vorhandensein eines Karpaltunnel-Syndroms dieses auf beiden Seiten operiert werden ? Nein ! Grundsätzlich sollte ein planbarer Eingriff an der Hand immer nur auf einer Seite vorgenommen werden.
Die Operation an der zweiten Hand sollte auch immer mit genügendem Zeitabstand zum Ersteingriff vorgenommen werden. Das heißt, die volle Belastbarkeit der zuerst operierten Hand muss vollständig wiederhergestellt sein.

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