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Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
diese
Patienteninformation über das Karpaltunnelsyndrom soll
nicht das Gespräch mit dem Arzt ersetzen. Sie
dient Ihrer vertiefenden Information! Es werden hier jene Fragen beantwortet,
die mir betroffene Patienten gestellt haben.
| Was ist ein Karpaltunnelsyndrom? | Hierunter versteht man eine "Nerveneinklemmung" an der Hand. In Höhe des Handgelenkes spannt sich zwischen Daumen- und Kleinfingerballen ein breites Band aus. Dieses Band ist das Dach eines Kanals (Karpaltunnel), der u. a. einen wichtigen Handnerven - den Nervus medianus - enthält. Bei dieser Erkrankung ist dieser Kanal zu eng und es wird auf den Nerven Druck ausgeübt. | |
| Was ist der Karpaltunnel? | Der Karpaltunnel ist eine tunnelartige Röhre, die sich in der Tiefe zwischen der Daumenballenmuskulatur und der Kleinfingerballenmuskulatur befindet. | |
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Betrachten Sie bitte nebenstehende Grafik zwischen der Muskulatur des Daumenballens und der Kleinfingermuskulatur liegt das Dach des Karpalkanals. Der Nervus medianus zieht unter dem Dach des Karpalkanals in die Hand. |
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Nervus
medianus Nervus ulnaris |
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Die gelb gefärbte Struktur in nebenstehender Abb. ist der Nervus medianus. Dieser Nerv verläuft gemeinsam mit 9 Beugesehen durch den Karpalkanal in die Hand. |
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| Was geschieht durch den Nervendruck? | Der eingeklemmte Nerv schmerzt. Für dieses Krankheitsbild
ist typisch, dass die Schmerzen besonders Nachts sehr stark sind.
Schreitet das Krankheitsbild weiter fort, so entsteht ein dauerndes
taubes Gefühl, dass besonders den Daumen, Zeige- und Mittelfinger
betrifft. Besteht die Erkrankung viele Jahre, so kann es auch zu einem
Schwund der Daumenballenmuskeln kommen. Der Daumen kann dann nicht mehr
kraftvoll den Fingern gegenübergestellt werden.
Beachten Sie den Muskelschwund am Daumenballen |
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| Wie entsteht ein Karpaltunnel-Syndrom? |
Man kann hier 2 prinzipielle Gründe unterscheiden: 1. Einengungen des Kapalkanal:
Allerdings machen diese bekannten Ursachen nur den kleineren Teil der vorkommenden Fälle aus. Meist lässt sich die Ursache der Erkrankung nicht feststellen ! |
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| Wer ist vorzugsweise von einem Karpaltunnelsyndrom betroffen? |
Besonders häufig erkranken Frauen um
und nach den sogn. "Wechseljahren". Etwa 1 % aller Frauen
zwischen 40 und 60 Jahren haben zumindest vorübergehend Symptome eines Karpaltunnel-Syndroms.
Auch Männer können erkranken. In unserer Abteilung beträgt das Verhältnis von an einem Karpaltunnelsyndrom erkrankten Frauen zu Männern etwa 5 : 1. Bei Kindern kommt die Krankheit nur als Rarität vor. |
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