Was geschieht bei der Operation einer Kahnbein-pseudarthrose ?

Auch hier muss der gebrochene Knochen zunächst operativ freigelegt werden. Zwischen den beiden Knochenenden haben sich im Laufe von Monaten oder Jahren bindegewebige Brücken gebildet, die zunächst entfernt werden müssen.

Im Falle eines älteren Bruches ist es nahezu immer nötig, Knochengewebe von einer anderen Stelle (meist aus dem Beckenkamm) zu entnehmen und zwischen die Bruchstücke zu implantieren.

Auch bei der Kahnbein-Falschgelenkbildung hat sich die Herbert-Schraube als Standardverfahren bewährt. Aber auch hier gelingt ihre Implantation nicht in jedem Einzelfall.

nebenstehendes Bild zeigt einen frisch entnommenen Beckenkammspan, von dem die anhaftenden Bindegewebe (Pfeil) entfernt wurde.

Wird auch bei der Operation einer Kahnbein Falschgelenkbildung die Herbert Schraube verwendet ? Auch bei der Kahnbein-Falschgelenkbildung hat sich die Herbert-Schraube als Standardverfahren bewährt.

Aber auch hier gelingt ihre Implantation nicht in jedem Einzelfall.

 

Ausführliche Informationen zum Kahnbeinfalschgelenk (Kahnbeinpseudarthrose, Navikularepseudarthrose, Scaphoidpseudarthrose )

Welche Betäubung wird zur Operation benötigt ? Im Fall eines frischen Kahnbeinbruches führen wir den Eingriff meist in einer sog. Plexusanästhesie durch. Hierzu wird nur der Arm durch eine Injektion im Bereich der Achselhöhle betäubt. Dieses Verfahren ist risikoärmer als eine Vollnarkose.

Viele Patienten schätzen sehr, dass sie bereits unmittelbar nach dem Eingriff essen und trinken können.

Wichtiger jedoch ist, dass die Betäubung auch etliche Stunden über die Operation hinaus noch anhält und in dieser Zeit keine starken Schmerzmittel erforderlich sind. Auf Wunsch des Patienten kann während des Eingriffs ein leichtes Schlafmittel gegeben werden, so dass der Patient den Eingriff verschläft - ohne hierzu in Narkose zu sein!

Wird dieses Betäubungsverfahren auch bei alten Kahnbeinbrüchen (Falschgelenk-bildungen) eingesetzt ? Nein. Dies ist leider nicht möglich, da hier nicht nur ein Eingriff am Handgelenk , sondern in der Regel auch ein Eingriff am Beckenkamm erforderlich ist. Diesen Eingriff führen wir in aller Regel in Vollnarkose durch. 

Zur zusätzlichen Betäubung des Armes kann jedoch zusätzlich auch eine Plexusanästhesie eingesetzt werden.

Welche Risiken hat die Operation ?

An dieser Stelle können nur einige Risiken exemplarisch genannt werden. Individuelle Risiken sollten Sie unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen :

Keine Operation ohne Risiko! Allerdings sei vorausgeschickt, dass die überwiegende Zahl der an dieser Erkrankung operierten Patienten den Eingriff ohne Komplikationen übersteht, und dass sich auch der gewünschte Erfolg einstellt.
Dennoch kann es in Ausnahmefällen zu Störungen der Wundheilung oder zu einer schlechteren Bewegung in der ganzen Hand kommen.

bulletAufzählung Das wohl wichtigste - wenn auch seltene - Risiko ist der Knocheninfekt. Dies zwingt zu einer erneuten Operation mit Entfernung des Metalls und evt. zu weiteren 
Operationen.  Selten sind Verletzungen von Sehnen, Nerven und Gefäßen.

 
bulletAufzählung Selten ist auch eine Störung der Feindurchblutung der Hand. Hierdurch können einmal schwerwiegende Bewegungsstörungen, Schmerzen und Schwellungen der Hand zustande kommen (Sudeck'sche Krankheit).

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