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Wie lange muss nach der Operation ein Gips getragen werden ? Dies hängt ganz vom Einzelfall ab. Wir können dies in der Regel auch erst nach durchgeführter Operation verbindlich festlegen. Die Dauer der Ruhigstellung kann stark schwanken. Dies hängt auch von eventuell in der Operation gefundenen Begleitverletzungen ab.

Als Anhaltspunkt kann gelten:

1. Bei frischen Verletzungen :

circa 2 Wochen

2. Bei frischen Verletzungen mit Bandschäden:

circa 4 Wochen

3. Bei Pseudarthrosen, die mit Schraube vorsorgt wurden :

circa 2 - 6 Wochen je nach Stabilität

4. Bei Pseudarthrosen, die ohne Schraube vorsorgt wurden :

circa 3 Monate

Was ist bei der Nachbehandlung zu beachten ? Führen Sie bitte sehr konsequent die Übungsbehandlungen durch, die wir Ihnen empfehlen. Sie ist die wichtigste Voraussetzung für eine spätere gute Funktion. 

Bewegen Sie alle nicht ruhiggestellten Gelenke der Hand bereits im Gips. Nach dem Entfernen des Gipses ist auch sofort eine Bewegung des Handgelenkes möglich.

Bitte, belasten Sie jedoch ihre Hand erst dann, wenn wir Ihnen dies ausdrücklich gestatten.

Besonders sollten nach einer operierten Kahnbeinpseudarthrose Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko für 4 - 6 Monate gemieden werden !

Wann werden die Fäden entfernt ?  Meist um den 14. Tag nach der Operation.
Ist eine kranken-gymnastische Übungsbehandlung nach der Operation erforderlich ? Nicht in jedem Fall. Manche Patienten bewegen eigentätige ihre Finger und das Handgelenk so gut, dass hier eine Krankengymnastik nur eine zusätzliche Belastung für die Hand wäre.

Wenn sich ein Patient jedoch bei den eigentätigen Bewegungsübungen schwer tut und die Beweglichkeit unter Durchschnitt bleibt , ist eine Krankengymnastik sehr sinnvoll. Bei Schwellungen eventuell sogar Lymphdrainagen und Ergotherapie.

Was ist für den Patienten bei der Krankengymnastik wichtig ? Wichtig ist dass die Krankengymnastik nie zu Schmerzen und Schwellungen in der Hand führt ! Eine zu hart vorgenommen Übungsbehandlung ist kontraproduktiv. 

Wenn ein Krankengymnast hier auf die individuellen Besonderheiten des Patienten nicht einzugehen vermag, ist es sinnvoll den Krankengymnasten zu wechseln !

Wann kann die Hand wieder normal belastet werden ? Nachdem Ihnen der Arzt - je nach Einzelfall verschieden - die Belastung der Hand erlaubt hat, beachten Sie bitte:

Die operierte Hand sollte schrittweise über viele Wochen wieder an die normale alltägliche - für sie gewohnte Belastung - herangeführt werden. Gehen Sie hier zu forsch vor, wird die Hand schmerzen und anschwellen.

Was kann man selbst zur Nachsorge beitragen ? Empfehlenswert ist es, die operierte Hand in den ersten Monaten mehrmals täglich mit einer fetthaltigen Creme einzureiben. 

Nach Entfernen des Verbandes sind Handbäder in lauwarmem Wasser sinnvoll. (Dem Wasser kann man etwas Kamillosan oder Kernseife zusetzen) Halten Sie die Hand jedoch nicht zu lange im Wasser, sonst weicht die Haut zu sehr auf.
5 x 5 Minuten pro Tag haben sich hier sehr bewährt. Führen Sie diese Übung so lange durch, bis die volle Beweglichkeit erreicht ist. Nach jedem Bad Hand einkremen nicht vergessen!

Ist die Narbe sehr auffällig ? Am Anfang ja. Die Narbe ist in den ersten 6 - 9 Monaten meist sehr empfindlich und auch etwas verdickt und gerötet. 

Die meisten Narben in der Hand sind nach 12 - 18 Monaten abgeblasst meist nicht mehr auffällig sichtbar.

Sollten Sie Fragen zur Begutachtung von Unfallfolgen oder Pressluftschäden (BK-2103)  am Kahnbein haben, besuchen Sie bitte:

http://www.gutachten-hand-arm.de/Kahnbein/default.htm

http://www.gutachten-hand-arm.de/BK-2103/Kahnbein_BK-2103.htm

 

Weitere Hinweise zur Nachsorge nach Handoperationen

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