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Ist
die
Operation eines frischen Kahnbeinbruches dringlich ?
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Bei
frischen Kahnbeinbrüchen besteht keine Dringlichkeit im Sinne von Stunden
oder wenigen Tagen. Wohl aber sollte ein frischer Kahnbeinbruch - wenn man
sich zur Operation entschlossen hat - möglichst in den aller ersten
Wochen operativ behandelt werden.
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Was
geschieht bei der Operation ?
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Das
gebrochene Kahnbein wird freigelegt und zunächst die Bruchenden wieder so
hingestellt , wie es die Natur vorgesehen hat.
Hiernach
muss der Bruch stabilisiert werden. Dies geschieht in der großen Mehrzahl
der Fälle in einer sog. Herbert-Schraube. Diese Schraube ist ein speziell
für Kahnbeinbrüche entwickeltes System, das an diesem problematischen
Handwurzelknochen sich als Standardverfahren etabliert hat. |
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Wie
funktioniert die Herbert-Schraube ? |
Der australische
Handchirurg Herbert hatte eine ebenso einfache wie geniale Idee:
Er
konstruierte eine Schraube mit unterschiedlichen Gewinden.

Durch
diesen unterschiedlichen Gewindehub kommt nach Plazieren der Schraube der
Bruchspalt unter einen starken Druck. Eine optimale Situation für eine
gute Frakturheilung. |
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Wird
die Beweglichkeit des Handgelenkes nicht durch die Schraube gestört ?
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Wenn
Sie auf obiges Bild schauen, sehen Sie die Herbert-Schraube vollständig
im Knochen des Kahnbeines versenkt, so dass keine Störung benachbarter
Gelenkflächen stattfindet. |
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Muss
die Herbert-Schraube später wieder entfernt werden ?
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Nein.
Die Herbert-Schraube kann meist belassen werden, so dass eine
Zweitoperation in der Regel nicht erforderlich wird.
Lediglich
in Einzelfällen, in denen die Herbert Schraube die Gelenkmechanik stört
oder sich die Herbert Schraube lockert, muss sie entfernt werden.
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Wo
wird an der Hand der Schnitt gemacht ? |
Dies
hängt im Einzelfall von der Lokalisation der Fraktur im Kahnbein ab. Etwa
90 % aller Kahnbeinfrakturen liegen im mittleren Drittel des Kahnbeines.
In diesen Fällen ist der unten angezeichnete Schnitt üblich:
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