Dr. Kurt Steffens  FA für Plast. Chirurgie / Handchirurgie
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Begutachtung bei Kahnbein-Fraktur / Kahnbein-Pseudarthrose

Kahnbein-Frakturen und Kahnbein-Pseudarthrosen  können zu erheblich störenden Einschränkungen führen. Dies kann bis zur Versteifung des Handgelenkes gehen.

Entstand die Verletzung durch einen Arbeits-Unfall, so können Minderungen der Erwerbsfähigkeit verbleiben. Dies gilt auch für Kahnbein-Frakturen (oder Pseudarthrosen), die als Folge einer Berufskrankheit nach Nr. 2103 (Erschütterungen durch Druckluftwerkzeuge) entstanden sind. (BK-2103).

Für eventuelle Versicherungsleistungen ist im Falle eines Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit ist die Berufsgenossenschaft zuständig.

Bei einem Freizeit-Unfall gegebenenfalls eine private Unfall-Versicherung. 

Sehr oft ist zwischen der Berufsgenossenschaft und einem Unfall-Verletzten der Zusammenhang zwischen einem festgestellten Kahnbeinbruch (Kahnbein-Pseudarthrose) und einem erlittenen Unfall strittig.

Beispiel 1

Begutachtung Kahnbein-Bruch, Gutachten Kahnbein-Fraktur

Aufgabe der ärztlichen Zusammenhangs-Begutachtung ist in dieser Situation häufig, das ungefähre Alter der Kahnbein-Fraktur festzustellen.

Die Röntgen-Aufnahme des Kahnbeins wurde 3 Tage nach einem Arbeits-Unfall angefertigt. Das Röntgenbild zeigt einen nicht verheilten Kahnbeinbruch (blauer Pfeil)

Es finden sich im Röntgenbild ganz erheblich Sekundär-Veränderungen im Sinne einer Arthrose zwischen Speiche und Kahnbein. (braune Pfeile). Solche Veränderung entstehen im Verlaufe eines Jahrzehnts und länger.

Im konkreten Fall lässt sich somit ausschließen, dass ein erst 3 Tage zurückliegender Unfall, die hier bestehenden schwerwiegenden Veränderungen am  Kahnbein verursachte.

Beispiel 2

15 Monate nach einem Arbeits-Unfall  wird eine nicht verheilte Kahnbein-Fraktur entdeckt. Zwischen dem Arbeiter und der Berufsgenossenschaft ist strittig, ob ein 15 Monate davor gemeldeter Sturz auf Glatteis Ursache der später eindeutig fest gestellten Fraktur ist.

nicht sichtbare Kahnbein-FrakturBei der Untersuchung am Tage des Unfalls wurde ein Röntgenbild des Handgelenkes angefertig.

Der erstbehandelnde Chirurg stellte keine Fraktur am Handgelenk fest.

Auch für einen sehr erfahrenen Handchirurgen lässt die Röntgenaufnahme des Unfall-Tages eine Kahnbein-Fraktur allenfalls im Bereich der roten Pfeile vermuten.

Alte in analoger Röntgentechnik angefertigten Röntgenbilder können jedoch mit moderner Technik digitalisiert werden und dann vergrößert und mit besserem Kontrast am PC betrachtet werden.

Im gezeigtem Beispiel konnte auf diese Weise ein Nachweis erfolgen, dass durch den Unfall eine frische Kahnbein-Fraktur entstanden war.

ärztliche Begutachtungen:

Telefonische Termin-Absprachen zur Begutachtung unter:   017326  83610

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Dr. Kurt Steffens

Gutachten-Institut Hand-Arm

Kath. Kliniken Essen

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Montag - Feitag   9:00 - 18:00 Uhr