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Welche Risiken hat die Operation?

Keine Operation ohne Operationsrisiko!   Allerdings sei an dieser Stelle vorausgeschickt, dass die ganz überwiegende Zahl der an einem Enchondrom operierten Patienten den Eingriff ohne Komplikationen übersteht und sich auch der gewünschte Erfolg einstellt.

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Dennoch sind z.B. Störungen der Wundheilung oder in sehr seltenen Fällen auch einmal eine schwere Infektion der Knochenhöhle nicht auszuschließen. Eine solche Komplikation würde den Einsatz von Antibiotika und eventuell auch eine Nachoperation erforderlich  machen.

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Je nach Lokalisation des Enchondroms sind auch Verletzungen von Nerven oder Sehnen möglich. Wird jedoch der Eingriff in einer handchirurgischen Fachabteilung durchgeführt, so ist dieses Risiko ausgesprochen gering.

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Etwas häufiger beobachtet man nach Enchondrom-Operationen Störungen der Beweglichkeit, besonders wenn das Enchondrom in der Nähe eines Gelenkes lag. Wir versuchen, durch entsprechend angeordnete Verbände und eine möglichst frühe Freigabe der Beweglichkeit dieses Risiko so klein wie möglich zu halten.

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Als letztes Risiko verdient die Sudeck´sche Krankheit hier eine Erwähnung. Auch wenn sie nur sehr selten nach einer Enchondrom-Operation auftritt, so kann diese Erkrankung prinzipiell nach jeder Handverletzung oder jeder Handoperation auftreten. Bei dieser Erkrankung entwickelt sich aus bisher noch nicht vollständig bekannten Gründen eine schmerzhafte Störung der Beweglichkeit der operierten Hand.

Was muss ich selbst vor der Operation beachten?

Sollten Sie blutverdünnende Medikamente (z.B. Marcumar, Aspirin, ASS 100 usw.) einnehmen, so muss dieses blutverdünnende Präparat unbedingt 10 – 12 Tage vor der geplanten Operation abgesetzt werden. Tun Sie dies jedoch niemals selbständig, sondern nur in Rücksprache mit Ihrem behandelnden Hausarzt oder Internisten.

Viele Menschen können die Einnahme eines solchen Präparates einfach für wenige Wochen unterbrechen. Andere müssen jedoch auch für diese kurze Zeit weiter eine verminderte Blutgerinnung haben. Diese Menschen benötigen dann vor der Operation eine Behandlung mit Heparin. Zu welcher Gruppe Sie gehören, kann nur Ihr behandelnder Hausarzt oder Internist entscheiden !

Darüber hinaus möchte ich alle Patienten bitten, etwa 10-12 Tage vor der geplanten Operation im Fall von Kopf-, Zahnschmerzen oder dergleichen kein Aspirin oder verwandte Präparate einzunehmen.

Welche Betäubung ist für den Eingriff notwendig?

Wir führen den Eingriff meist in einer Betäubung durch, bei der nur der Arm betäubt wird. Hierzu wird vom Narkosearzt eine Injektion in die Achselhöhle vorgenommen. Nach 30-45 Minuten ist in der großen Mehrzahl aller Fälle der gesamte Arm betäubt. Dieses Betäubungsverfahren ist risikoärmer als eine Vollnarkose. Patienten schätzen besonders, dass sie unmittelbar nach der Operation essen und trinken können.

Aus ärztlicher Sicht ist jedoch besonders hervorzuheben, dass bei dieser Form der Betäubung die Schmerzausschaltung auch etliche Stunden nach der Operation noch anhält. Hierdurch lässt sich die allererste Zeit nach dem Eingriff problemlos ohne weitere Schmerzmittel überbrücken.

In Einzelfällen ist jedoch auch bei einer Enchondrom-Operation eine Vollnarkose (zusätzlich) notwendig. Dies ist immer dann der Fall, wenn neben dem Eingriff an der Hand auch eine Knochenverpflanzung vom Beckenkamm vorgenommen wird.

Jedoch auch bei ausschließlicher Betäubung des Armes ist es möglich, dass man als Patient den Eingriff verschlafen kann. Es ist sicherlich für sehr viele Menschen „nervenschonend“, wenn sie den Eingriff verschlafen. Hier kann in Absprache mit dem Narkosearzt während des laufenden Eingriffs ein leichtes Schlafmittel  injiziert werden.
Kann die Operation ambulant vorgenommen werden?

Enchondom-Eingriffe sollten in aller Regel stationär  vorgenommen werden. Hier sollten Sie bedenken, dass der Eingriff bis in die Knochenhöhle eines Finger- oder Mittelhandknochens vorgenommen werden muss und dass oft das genaue Vorgehen (z.B. Notwendigkeit einer Knochenverpflanzung) erst unter der laufenden Operation festgelegt werden kann.

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