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Operation der Arthrose am Daumensattelgelenk

Wann sollte eine Arthrose des Daumensattel-gelenkes operiert werden ?

Eine operative Behandlung sollte durchgeführt werden, bei länger anhaltenden oder zunehmenden Schmerzen am Daumensattelgelenk, die auf die zuvor beschriebenen Maßnahmen nicht ansprechen.

Wird bei der Operation das Daumensattelgelenk versteift ? Eine versteifende Operation am Daumensattelgelenk wurde früher häufig bei dieser Arthrose durchgeführt. Die meisten Handchirurgen praktizieren heute nur noch in Ausnahmefällen (Arthrose nach einem Unfall) diesen Eingriff.
Wird bei dieser Operation ein Kunstgelenk implantiert ? Prinzipielle ist dies möglich und einige Handchirurgen praktizieren dies auch noch heute.

Obiges Bild zeigt eine Daumensattelgelenksprothese aus Titan. Es können auch andere Materialien wie Silastic oder dergl. verwendet werden.

Warum wird der Eingriff nur von wenigen Handchirurgen durchgeführt ? Ist die Implantation sehr schwierig ? Die Implantation einer Prothese in das Daumensattelgelenk ist sicherlich nicht schwieriger als der von den meisten Handchirurgen vorgenommene Standardeingriff.

Viele Handchirurgen lehnen diese Operationsmethode ab, da zwar oft in den ersten Jahren ein gutes Ergebnis erzielt wird; dieses Ergebnis aber nicht selten bereits nach einigen Jahren durch Probleme mit der Prothese wieder hinfällig wird.

Welche Probleme sind das ? Die implantierten Kunstgelenke können sich lockern, manche künstlichen Gelenke brechen; andere werden unter der starken Belastung am Daumensattelgelenk aus ihrer korrekten Position heraus gedrückt. (sie luxieren)

Alle diese Probleme machen eine erneute Operation erforderlich.

Wie können diese Probleme vermieden werden ?

Die meisten Handchirurgen bevorzugen eine Operation, die aus zwei Abschnitten besteht:

Im ersten Teil der Operation wird das große Vielecksbein entfernt. Das große Vielecksbein (Trapezium) ist derjenige Knochen auf dem der 1. Strahl im Handgelenksbereich aufsitzt. Es ist auch derjenige Knochen um den sich die Arthrose ("Verschleiß") entwickelt. Mit Entfernung dieses Knochens wird damit auch die arthrotische Veränderung entfernt.

Nach Entfernung des großen Vieleckbeines verbleibt dann aber ein großer Hohlraum. Was geschieht hiermit ?

Ohne weitere Maßnahme würde der 1. Strahl (Daumen) in diesen Hohlraum einsinken.

Um dies zu vermeiden, spaltet man im zweiten Teil der Operation aus einer breiten Sehne, die in der Tiefe des Hohlraumes verläuft einen Sehnenstreifen ab, der durch ein Bohrloch am 1. Strahl gezogen wird und dann den Hohlraum ausfüllt.

Wo liegen die Vorteile dieser Op-Methode gegenüber einem künstlichen Gelenk ? Bei dieser Operation verbleibt kein Fremdmaterial im Körper. Ist einmal - nach rund 9 Monaten - das Endergebnis der Operation erreicht, so bleibt dieses Resultat auch in den meisten Fällen erhalten, da keine künstlichen Teile verschleißen oder brechen können.
Welche Nachteile hat diese Op-Methode ? Das Erreichen der Operationsziele dauert hier wesentlich länger als bei einem Kunstgelenk.

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