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Arthrose am Daumensattelgelenk (Rhizarthrose)

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

mit dieser Patienteninformation soll nicht das Gespräch mit dem Arzt ersetzt werden. Wir möchten jedoch zu Ihrer vertiefenden Information die uns am häufigsten gestellten Fragen zur Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose) hier erläutern.

Was versteht man unter einer Arthrose der Fingerendgelenke (Heberden-Arthrose) ?

Unter einer Arthrose wird ganz allgemein die fortschreitende Zerstörung des Gelenkknorpels verstanden. Um dies besser zu verstehen, stellen Sie sich bitte ein Gelenk vor: In jedem Gelenk stoßen im Prinzip zwei Knochen zusammen. Im Bereich des Daumensattelgelenkes ist dies der erste Mittelhandstrahl und das große Vielecksbein aus dem Handgelenk.

Hier sehen Sie das Daumensattelgelenk.

Dort, wo diese Knochen eine gelenkige Verbindung eingehen, ist der Knochen mit einem besonderen Gewebe (dem Knorpel) überzogen.

Bei jedweder Form der Arthrose kommt es aus sehr unterschiedlichen Gründen zum Untergang dieser Knorpelschicht.

Wie entsteht die Arthrose des Daumensattelgelenkes ?

In Einzelfällen kann eine Daumensattelgelenksarthrose einmal durch eine schlecht verheilte gelenknahe Fraktur entstehen.

Die meisten Daumensattelgelenksarthrose sind jedoch nicht Folge eines Unfalls, sondern hier spielt die Vererbung und auch eine hormonelle Komponente die entscheidende Rolle: Dies erklärt warum gerade Frauen in den Wechseljahren und nach den Wechseljahren am häufigsten betroffen sind.

Können neben dem Befall des Daumensattelgelenkes auch andere Gelenke betroffen sein? Ja. Dies ist leider recht häufig der Fall. Im Bereich der Hand finden wir neben dem Befall der Daumensattelgelenkegelenke häufig auch Arthrosen der kleinen Fingergelenke.

Darüber hinaus kann die Arthrose jedoch auch noch eine Vielzahl anderer Regionen des Körpers betreffen. Hier sind besonders oft die Hüft- und Kniegelenke sowie die Wirbelsäule von arthrotischen Veränderungen betroffen. Man spricht in solchen Fällen von einer Polyarthrose.

Ist die Polyarthrose das gleiche wie Polyarthritis?

Nein. Die Polyarthritis (auch rheumatoide Arthritis genannt) hat zwar eine sehr ähnliche Schreibweise; dennoch sind diese beiden Erkrankungen fundamental verschieden.

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Die rheumatoide Arthritis ist eine Systemerkrankung des gesamten Bindegewebes, bei der auch die Gelenke befallen sind. Man findet jedoch auch häufig einen Befall der Sehnen und Sehnenscheiden und in schweren Fällen auch einen Befall der Blutgefäße und zum Teil auch der inneren Organe.

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Die Polyarthrose hingegen ist in ihrem Befallsmuster auf die Gelenke und die unmittelbar das Gelenk umgebenden Gewebe umgrenzt.

Wie können die beiden Krankheiten unterschieden werden? Im Frühstadium beider Erkrankungen ist die Unterscheidung manchmal nicht ganz einfach. Bestehen die Erkrankungen jedoch schon eine gewisse Zeit, so ist im typischen Verlaufsfall die Unterscheidung recht einfach.
bulletBei der Heberden-Arthrose finden wir die typischen Heberden-Knötchen an der streckseitigen Basis der Endglieder. Die Grundgelenke der Hand sind bei der Polyarthrose nur selten befallen.
bulletBei der rheumatoiden Arthritis (chronische Polyarthritis) sind hingegen die Endgelenke nur selten befallen. Hier sind im Bereich der Hand meistens die Sehnenscheiden über der Handgelenksregion verdickt sowie die Grundgelenke betroffen. Außerdem lassen sich beide Erkrankungen durch sehr unterschiedliche Laborwerte und Röntgenveränderungen unterscheiden.

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